In bester Gesellschaft

Richard Wagner stiess in Zürich schon beim ersten Aufenthalt Ende Mai 1849 auf Interesse an seiner Person und seinem Werk. Daher liess er sich nach dem Scheitern in Paris im Sommer in der Limmatstadt nieder. Wenige Monate später zog seine Frau Minna mit Hund und Papagei von Dresden nach. Zeitweise wohnte auch deren voreheliche Tochter Nathalie bei dem kinderlosen Paar.

Die Wagners bauten rasch ein soziales Netzwerk auf und etablierten sich in Zürichs gehobener Gesellschaft. Dies war nicht zuletzt durch die Finanzhilfe von Freunden möglich, die zu Minnas Leidwesen grösstenteils für ihren Unterhalt aufkamen. Im Freundeskreis traf man sich zum gemeinsamen Essen, besuchte Theateraufführungen und Bälle oder unternahm Ausflüge. In den Salons der deutschen Familien Wille und Wesendonck fanden zudem private Lesungen, Diskussionsabende und Konzerte statt.
 

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