Zürcher Musikleben

Für Richard Wagners Zürcher Existenz spielten seine Beziehungen zu den Musikinstitutionen der Stadt eine entscheidende Rolle. Durch Vermittlung seiner Freunde dirigierte er zwischen 1850 und 1855 in den Abonnementskonzerten der Allgemeinen Musik-Gesellschaft und am Aktientheater. Ohne ein festes Amt annehmen zu müssen, durfte er in den Konzerten die Werke selbst wählen. Privilegiert war er auch am Theater. Dort leitete er ab Sommer 1851 nur noch zwei Zürcher Erstaufführungen eigener Opern.

Die wachsende Bekanntheit half dem Exilanten, in der städtischen Gesellschaft Fuss zu fassen. Die Dirigate beeinflussten aber auch Wagners künstlerisches Schaffen. Die Erfahrungen schlugen sich in der Kunsttheorie, den Kompositionen und nicht zuletzt in der 1851 erstmals erwähnten Festspielidee nieder. Sie wurde mit Hilfe der Zürcher Musikinstitutionen im Mai 1853 zum ersten Mal umgesetzt.
 

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