Wagners Nachwirken in Zürich

 
Die Zürcher Jahre von 1849 bis 1858 wirkten bei Richard Wagner lange nach. In seiner Kunst wie in seinem Leben scheinen Erfahrungen und Eindrücke dieser zentralen und wegweisenden neun Jahre auch später immer wieder auf. Neben dem «grünen Hügel» und der Festspielidee sind in Bezug auf das Werk vor allem die Konzeptionen des Parsifal, zu dem Wagner eine in Zürich erfahrene «Karfreitagsstimmung» inspirierte, und die der Meistersinger zu nennen, in die unter anderem seine Begegnung mit der Zürcher Zunftgesellschaft sowie der Festwiese des Sechseläutens einflossen.

Doch auch in Zürich hinterliess Wagners Aufenthalt Spuren. Neben den Einflüssen auf die Kulturinstitutionen, in deren Kontext auch die erste rechtmässige Parsifal-Aufführung ausserhalb Bayreuths von 1913 stand, sind diese ganz wörtlich zu nehmen: Zum einen werden in Zürcher Bibliotheken und Archiven sowie bei Privatpersonen zahlreiche Zeugnisse von Wagners Aufenthalt aufbewahrt. Zum andern sind auch heute die meisten von Richard Wagners Wohn- und Wirkungsstätten in der Limmatstadt noch vorhanden und laden zu einem Rundgang ein.

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