Die Wesendonck-Lieder sowie Tristan und Isolde
 

Die Entstehung der «Wesendonck-Lieder» und von Tristan und Isolde ist eng miteinander sowie der Beziehung zwischen Richard Wagner und Mathilde Wesendonck verknüpft. Nachdem Wagner im September 1857 die Arbeit am Ring des Nibelungen unterbrochen hatte, konzentrierte er sich in seinem neuen Domizil neben der Villa Wesendonck auf zwei andere Werke: Ab 1. Oktober vertonte er das zuvor in nur zwei Monaten gedichtete Libretto von Tristan und Isolde. Gleichzeitig komponierte er, teils als Studien dazu, fünf Lieder nach Gedichten seiner Nachbarin Mathilde.

Als Wagner am 17. August 1858 Zürich verliess, nahm er die Partitur des Tristan zunächst mit nach Venedig. Knapp ein Jahr später, am 6. August 1859, schloss er sie schliesslich in Luzern ab. Musikhistorisch gilt das Werk, das zunächst nach Abbruch der langen und erfolglosen Proben in Wien 1861–1863 als unaufführbar galt, als ein Ausgangspunkt für die Musik des 20. Jahrhunderts. Die Uraufführung dirigierte Wagners Schüler Hans von Bülow am 10. Juni 1865 in München.

 

Mathilde Wesendonck Büste