Der Ring des Nibelungen

Bereits in Dresden hatte sich Richard Wagner mit dem Nibelungenstoff beschäftigt und daraus das Libretto zur dreiaktigen Heldenoper Siegfrieds Tod verfasst. Dieses brachte er 1849 mit nach Zürich, vertonte es aber nicht. Vielmehr arbeitete er die Dichtung ab Mai 1851 um: Es entstanden daraus die Textbücher für den vierteiligen Ring des Nibelungen, die Wagner im Februar 1853 im Hotel Baur au lac öffentlich vorlas. Deutlich spiegeln sich darin die Eindrücke der Lebenswelt, besonders die der Alpenwanderungen.

Ab November 1853 komponierte er am Zeltweg 13 das Rheingold, es folgten die Walküre und zwei Akte des Siegfried. Parallel dazu liess er Klavierauszüge der Werke anfertigen. In der Folge erlebte Zürich 1856 die Uraufführung des ersten Aktes der Walküre. Im Sommer 1857 legte Wagner den Siegfried beiseite und widmete sich ganz Tristan und Isolde. Erst 1874 schloss er die Ring-Tetralogie mit der Götterdämmerung ab, zwei Jahre später wurde das gesamte Werk im neu erbauten Bayreuther Festspielhaus uraufgeführt.

 

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